Folge 21: Kreativitätsblockaden überwinden

Die meisten kreativ Arbeitenden, Illustratoren, Autoren, Musiker, entwickeln ab und zu kreative Blockaden. Man sitzt vor dem leeren Blatt, ist ideenlos und vielleicht auch absolut unmotiviert. Solche Blockaden können verschiedene Ursachen haben und je nach Art der Blockade gibt es verschiedene spezifische Dinge, die helfen können. Der erste Schritt ist deshalb zu analysieren wie diese entstanden ist und erst dann dagegen vorzugehen. In der heutigen Folge zeigt Lucille diverse Möglichkeiten auf, diese zu überwinden. Die hauptsächlichen Bereiche sind Stress, Angst, Perfektionismus und Demotivation. 
 We'll make you blush!-8
Stress ist eigentlich immer eine Kombination aus schlechten Zeit-Managment, unrealistischen und übertriebenen und überambitionierten Zielen. Diese können von uns selbst kommen oder aber auch von ausserhalb, vom Chef oder von Kunden. Eine Möglichkeit, die mir persönlich sehr geholfen hat ist das Zeit-Blocken auf dem Kalender versus einer To-Do Liste. Ich habe mir früher oft eine To-Do Liste in einen Kalender eingetragen, als einen Block und war dann gesresst, weil ich die einzelnen Aufgaben total unterschätzt habe. Jetzt setze ich alles, auch einzelne wichtige E-Mail und Telefonate als Blocks in meinen google Kalender und merke schnell, dass halt eben nicht alles in einen Tag passt. Und das Pause einplanen darf dabei nicht vergessen werden! 
Wenn die Angst der Auslöser für eine Blockade ist, können die Ursachen die Angst zu versagen sein, die Angst sich zu blamieren und auch die Angst einfallslos zu sein. Gerade bei Prüfungen und wichtigen Arbeiten zum Beispiel Aufnahmeprüfungen für gestalterische Schulen oder Unis oder bei Abschlussarbeiten sind solche Ängste besonders ärgerlich. Mit der Angst im Nacken ist entspanntes kreatives Arbeiten kaum möglich. Diese negativen Gefühle brauchen viel Energie und lassen einem in einem fast schon gelähmten Zustand. Verschiedene Übungen können helfen diese Gefühle los zu werden; Die Angst benennen, was ist das schlimmste das passieren könnte und was wären die Folgen? Diese Gedanken sind am besten schriftlich fest zu halten. Denn oft ist es die Angst vor dem Ungewissen und ist dieses Ungewisse erstmal festgehalten verliert es oft einiges an Furchteinflössendem.
Eine andere Methode ist die Einstellung dazu zu ändern, dass jedesmal wenn Angst auftritt anzunehmen, dass es sich um ein positives Zeichen handelt. Denn Angst während dem kreativen Arbeiten kann ein Anzeichen sein, dass man sich gerade auf ein neues Level begibt, sich gerade weiterentwickelt. Dabei wird freudige Nervosität oft mit Angst verwechselt gerade bei einer Aufnahmeprüfung oder Abschlussprüfung ist die Angst normal und kommt mit der Vorfreude auf dass, was einem danach erwartet. Ein tolles Studium oder tolle Berufs-Chancen. 
Dann zum Thema Perfektionismus. Sabrina und ich haben im Podcast schon mehrmals drüber gesprochen. Wir beide haben nämlich oft Mühe damit. Perfektionismus hört sich zuerst gar nicht mal so schlecht an aber wird etwas genauer hin geschaut wird schnell klar, dass es sich hier nicht nur um positive Aspekte handelt. Zum Beispiel gibt es oft das Denken „Alles oder gar nichts“ Das bedeutet wenn man etwas beginnt, dass höchstwahrscheinlich nicht perfekt sein wird bricht man es lieber vorzeitig ab. So sind leider auch bei mir schon viele Projekte den Bach runter. Dieses Denken ist sehr subjektiv, denn etwas, dass für mich nicht perfekt ist, ist für jemand anders vielleicht fantastisch und anders rum Dinge, die ich als nahezu perfekt ansehe sind weit davon entfernt für andere. Und das ist auch gut so und normal. Deshalb deklariere ich hier: Perfektionismus gibt es nicht! Nichts und niemand ist perfekt, da für jede einzelne Person Perfektion etwas anderes bedeutet.
Dan zur Demotivation; Gründe dafür können Ablenkung, Faulheit, ein schlechtes Arbeitsklima oder auch fehlende Energie sein. 
Möglichkeiten dieser Blockade entgegen zu treten sind vielfältig. Eine Möglichkeit ist es ein neues Verhalten zu trainieren. Denn fehlt es an Willensstärke stellen sich oft Unlust, Ablenkung und andere Hindernisse in den Weg. Es wird gesagt um ein neues Verhalten zu lernen braucht es 21 Tage. Man könnte das zu Beginn auch mit etwas eher Unwichtigem beginnen. Zu Beispiel mit einer kleinen Challenge, jeden Tag eine kleine Zeichnung zu kreieren. Das wichtigste ist dass man konsequent und willensstark bleibt und keine Ausnahmen oder Ausreden zulässt. Möglichkeiten dran zu bleiben, sind es öffentlich zu verkünden, unter Freunden, der Familie oder viellicht sogar auf Social Media. Sind die 21 Tage dann erreicht wächst das Selbstbewusst sein und das Wissen, etwas erreichen zu können. Anschliessend können die Ziele für diese 21 Tage grösser werden oder über eine längere Zeit durchgezogen werden.

 

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